Emmendingen
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1992 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3928882686
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Seit 1774 lebte Goethes Schwester Cornelia (1750–1777) als Ehefrau des Juristen und Schriftstellers Johann Georg Schlosser in der Emmendinger Landvogtei. Drei Jahre später starb sie im Kindbett. In ›Dichtung und Wahrheit‹ gibt Goethe eine lebendige Schilderung der geliebten, zur Schwermut neigenden Schwester. Obwohl ihre letzten Jahre von Krankheit überschattet waren, führte Cornelia mit Schlosser, der einen weitgespannten Freundeskreis besaß, ein gastliches Haus, das für einige Zeit zum geistigen und literarischen Treffpunkt wurde. Vor allem die Generation des Sturm und Drang fand hier ein Refugium und oft auch tatkräftige Hilfe. So stand Schlosser dem kranken Lenz bei oder verhalf Friedrich Maximilian Klinger zu einer Militärkarriere in russischen Diensten.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12728
Willstätt
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1993 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146037
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Johann Michael Moscherosch (1601–1669), der meistgelesene deutschsprachige Satiriker des 17. Jahrhunderts, wurde als ältestes von zwölf Kindern in Willstätt im heutigen Ortenaukreis geboren. Der Ort war im 17. Jahrhundert Amtssitz der hanauisch-lichtenbergischen Verwaltung. Durch die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges und die Änderung der Herrschaftsverhältnisse verlor Willstätt gegen Ende des Jahrhunderts seine Bedeutung. Seiner Heimat an der Kinzig aber gedachte Moscherosch in manchen Wendungen seines Hauptwerks, den ›Gesichten Philanders von Sittewalt‹, und machte den Namen der Ortschaft Willstätt als »Sittewalt« der Welt bekannt. Willstätt ehrte ihn durch ein 1907 enthülltes Denkmal, zu dem auch der Schriftsteller Heinrich Hansjakob beigetragen hat.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12731
Müller Wilhelm
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1994 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146231
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Wilhelm Müller (1794–1827), der heute vor allem als Dichter der Schubert-Liederzyklen ›Die schöne Müllerin‹ und ›Die Winterreise‹ erinnert wird, unternimmt zwei Wochen vor seinem Tod, im September 1827, eine Reise durch Baden-Württemberg. Sein Reisetagebuch zeugt von seinem regen Interesse am damaligen gesellschaftlichen und künstlerischen Leben und seinen engen Beziehungen zu den Dichtern der schwäbischen Romantik wie Ludwig Uhland, Justinus Kerner, Gustav Schwab und Wilhelm Hauff. Minutiös dokumentiert er die Begegnungen mit Schriftstellern und Künstlern und schildert in poetischer Weise die Landschaft des Neckartals zwischen Stuttgart und Esslingen. Ein Besuch in Weinsberg bei Justinus Kerner und der ›Seherin von Prevorst‹ bildet den Abschluss der Reise.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12734
Stuttgart Walser
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1996 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146576
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Von 1895 bis 1896 lebten Robert Walser (1878–1956) und sein Bruder Karl (1877–1943) in Stuttgart. Es war der erste Ausflug der beiden Schweizer aus Biel in die weite Welt. Der 18-jährige Karl Walser war in Stuttgart bei einem Stubenmaler (Dekorationsmaler) in der Lehre, sein 17-jähriger Lieblingsbruder Robert bekam eine Anstellung als Kontorist bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft. Die kurze Stuttgarter Episode hat einige Spuren in Robert Walsers Werk hinterlassen, etwa in ›Die Talentprobe‹ (1907), der Erzählung ›Wenzel‹ (1909) und dem Prosastück ›Die Brüder‹ (1916), in dem er seinen Bruder auch direkt anspricht: »Darf ich dich, o du Guter, leise und gewiß ganz zaghaft an die Zeit erinnern, wo wir beide, du als beginnender schaffender Maler und ich als heimlich beginnender angehender Poet, uns ... zu S. ... aufhielten?«
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12742
Meißenheim Goethe
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1997 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146584
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Zu den bezauberndsten Frauengestalten, die Goethe geschildert hat, gehört seine Jugendliebe Friederike Brion aus Sesenheim im Elsaß. 1770 machte er als Straßburger Student ihre Bekanntschaft und fand unter dem Eindruck seiner Gefühle für sie zu einem neuen lyrischen Ton, der Gedichte wie »Willkommen und Abschied«, »Maifest« oder »Heidenröslein« auszeichnet. Viele Jahre später setzte er der Pfarrerstochter, die er nach einer kurzen Liebesepisode 1771 wieder verlassen hatte, in ›Dichtung und Wahrheit‹ ein literarisches Denkmal. Die poetische Fiktion überlagert von nun an ihre tatsächliche Existenz, von der nur wenig bekannt ist, außer dass sie von Entbehrungen und Enttäuschungen gezeichnet gewesen sein muss.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12744
Fellbach
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1997 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146606
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Vom 11. September bis 16. November 1873 wohnte der 69-jährige Eduard Mörike mit seiner Schwester Clara und seiner jüngeren Tochter Marie in Fellbach, »in einem hübschen, ganz am äußersten Ende des Dorfes gegen Canstatt zu, zwischen Gärten und offenen Feldern gelegenen Hause«. Eine Lebenskrise und der Zufall hatten Mörike hierhin geführt. Die Trennung von seiner Frau Margarethe, die in der ehemals gemeinsamen Wohnung in Stuttgart blieb, machte die Suche nach einem neuen Domizil erforderlich. Etwa zur gleichen Zeit erfuhr Mörikes Schwester vom Anwesen des verstorbenen Pfarrers Breyer, eines entfernten Verwandten der Familie Mörike, das nun als »schwer veräußerliches Eigentum der Erben« zur Vermietung frei stand. Nur zwei herbstliche Monate verbrachten sie in Fellbach, bevor die einsetzende Kälte sie wieder vertrieb. Aber auch diese kurze Zeit hat ihre Spuren in Mörikes Briefen hinterlassen.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12745
Tübingen
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1998 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146800
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen und einer Beilage, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Philipp Joseph Rehfues (1779–1843) war erster und langjähriger Kurator der neugegründeten Universität Bonn. Solche Aufgaben waren dem in Tübingen geborenen Sohn des dortigen Bürgermeisters nicht vorherbestimmt gewesen, denn am liebsten hätte er als Schriftsteller in Italien gelebt. Diesen Plan konnte er jedoch zeitlebens nicht verwirklichen. Zwar unternahm er zahlreiche längere Reisen dorthin, schlug dann aber eine erfolgreiche Beamtenkarriere in Deutschland ein. Als er als preußischer Beamter nach Rom wollte, vielleicht als Gesandter, wurde ihm nur Reiseurlaub bewilligt. Er musste zurück nach Bonn, erkrankte, und um sich zu heilen, schrieb er stattdessen einen großen historischen Roman über Italien, ›Scipio Cicala‹, der 1832 anonym erschien und den er Walter Scott widmete, dem Vater dieses Genres.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12749
Bruchsal Rastatt
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1998 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146827
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Otto von Corvin (1812–1886), der als preußischer Offizier diente, hatte 1835 seinen Abschied genommen, um als Schriftsteller und Publizist zu leben. Als Georg Herwegh im Frühjahr 1848 in Paris seine Deutsche Demokratische Legion bildete, um an der Seite Friedrich Heckers für Freiheit in Baden zu kämpfen, schloss Corvin sich begeistert an. Er musste für kurze Zeit in die Schweiz fliehen, kehrte aber schon im Jahr1849 ins Badische zurück, um als Chef des Generalstabs der Volkswehr Rastatt zu verteidigen – vergeblich: Er wurde zum Tode verurteilt und später zu sechs Jahren Haft im Zuchthaus Bruchsal begnadigt. Nach der Entlassung ging er nach Amerika. Und wieder war es das Militärische, das ihn dort einnahm: Als Sonderkorrespondent der Londoner ›Times‹ berichtete er aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg. In seinem Hauptwerk ›Erinnerungen aus meinem Leben‹ (1880) schildert er seine abenteuerliche Biografie
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12751
Stuttgart 48er Revolution
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1998 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146827
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen und einer Kartenbeilage, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Die berühmte Paulskirche, der erste Versuch einer parlamentarisch verfassten Nationalversammlung in Deutschland, fand ihr Ende in Stuttgart. Auch in der Schlussphase des Ringens um eine demokratisch gewählte deutsche Regierung überragte der alte Ludwig Uhland als populäre Symbolfigur alle anderen Akteure: den württembergischen König Wilhelm I. oder seinen Minister Römer, die das Signal zur gewaltsamen Auflösung des Parlaments gaben und am 18. Juni 1849 den Zug der Abgeordneten zersprengen und das als Versammlungslokal vorgesehene fritzsche Reithaus in der Stuttgarter Langestraße zerstören ließen. Der – entgegen zahlreicher Gerüchte, er sei niedergeritten worden – unverletzte Uhland kehrte nach 15 Monaten Abwesenheit nach Tübingen zurück und enthielt sich fortan jeder politischen Betätigung. Als aber die Revolution in Baden im Juli 1849 blutig niedergeschlagen wurde, sprach sich Uhland noch einmal scharf gegen diese Verletzung der 1848 beschlossenen Grundrechte aus.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12752
Badenweiler
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1998 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146827
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Dreieinhalb Wochen waren dem großen russischen Erzähler und Dramatiker Anton Tschechow in Badenweiler vergönnt, bevor er dort am 15. Juli 1904 seinem schweren Lungenleiden erlag. Dennoch hat er als wacher und kritischer Beobachter das Leben und Treiben in dem kleinen deutschen Kurort im Schwarzwald interessiert verfolgt und in zahlreichen Briefen darüber berichtet. Schon vier Jahre nach seinem Tod haben russische Verehrer des Schriftstellers ihm in Badenweiler ein Denkmal errichtet, das sich aufgrund der traditionell engen politischen und dynastischen Verbindungen Badens mit Russland viel früher als in seinem Vaterland verwirklichen ließ. Während der Weltkriege wurde die Bronzebüste des russischen Autors allerdings zum Politikum und kurz vor Kriegsende schließlich eingeschmolzen. Erst 1992 hat man eine neue Büste errichtet, die das Tschechow-Museum der Insel Sachalin gestiftet hat.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12753