Stuttgart
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1992 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 392888266X
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Egmont Seyerlen wurde in Stuttgart als Sohn des Organisten an der Johanneskirche geboren. Sein einziger Roman mit dem Titel ›Die schmerzliche Scham. Geschichte eines Knaben um das Jahr 1900‹ erschien 1913 im Verlag S. Fischer. Eine Lesung am 26. März 1914 bei Cassirer in Berlin begründete eine lebenslange Freundschaft mit Gottfried Benn, die auch Ausdruck in einem Briefwechsel fand. »Wer mit dem Verfasser jung war«, konnte Oskar Loerke noch 1926 über Seyerlens Schlüsselroman der damaligen Stuttgarter Kunstszene um Adolf Hölzel und Hans Hildebrandt schreiben, »dem wird dieses merkwürdige Buch unverloren bleiben«. Heute ist der Entwicklungsroman in der Nachfolge von Hesses ›Peter Camenzind‹ (1904) aber weitgehend vergessen.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12726
Karlsruhe
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1992 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3928882678
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Carl Einstein (1885–1940) zählt als Literat, Kunstkritiker und Theoretiker zu den Schlüsselfiguren der Berliner Avantgarde und ist einer der wichtigsten Vermittler des Kubismus in Deutschland. Er war befreundet mit Picasso, Braque, Léger und dem Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler und gab zusammen mit Georges Bataille in Paris die Zeitschrift ›Documents‹ heraus. Ausgebürgert von den Nationalsozialisten war er seit 1933 Exilant in Frankreich. Im Juli 1940 beging er Selbstmord, nachdem ihm als Spanienkämpfer der Fluchtweg über die Pyrenäen versperrt geblieben war. Fünfzehn Jahre – von 1888 bis 1903 – hat Einstein in Karlsruhe gelebt. Das problematische Verhältnis des deutsch-jüdischen Intellektuellen zur Stadt seiner Jugendjahre war prägend für sein Werk und beschäftigte ihn bis ins Exil hinein.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12727
Emmendingen
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1992 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3928882686
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Seit 1774 lebte Goethes Schwester Cornelia (1750–1777) als Ehefrau des Juristen und Schriftstellers Johann Georg Schlosser in der Emmendinger Landvogtei. Drei Jahre später starb sie im Kindbett. In ›Dichtung und Wahrheit‹ gibt Goethe eine lebendige Schilderung der geliebten, zur Schwermut neigenden Schwester. Obwohl ihre letzten Jahre von Krankheit überschattet waren, führte Cornelia mit Schlosser, der einen weitgespannten Freundeskreis besaß, ein gastliches Haus, das für einige Zeit zum geistigen und literarischen Treffpunkt wurde. Vor allem die Generation des Sturm und Drang fand hier ein Refugium und oft auch tatkräftige Hilfe. So stand Schlosser dem kranken Lenz bei oder verhalf Friedrich Maximilian Klinger zu einer Militärkarriere in russischen Diensten.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12728
Willstätt
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1993 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146037
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Johann Michael Moscherosch (1601–1669), der meistgelesene deutschsprachige Satiriker des 17. Jahrhunderts, wurde als ältestes von zwölf Kindern in Willstätt im heutigen Ortenaukreis geboren. Der Ort war im 17. Jahrhundert Amtssitz der hanauisch-lichtenbergischen Verwaltung. Durch die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges und die Änderung der Herrschaftsverhältnisse verlor Willstätt gegen Ende des Jahrhunderts seine Bedeutung. Seiner Heimat an der Kinzig aber gedachte Moscherosch in manchen Wendungen seines Hauptwerks, den ›Gesichten Philanders von Sittewalt‹, und machte den Namen der Ortschaft Willstätt als »Sittewalt« der Welt bekannt. Willstätt ehrte ihn durch ein 1907 enthülltes Denkmal, zu dem auch der Schriftsteller Heinrich Hansjakob beigetragen hat.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12731
Müller Wilhelm
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1994 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146231
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Wilhelm Müller (1794–1827), der heute vor allem als Dichter der Schubert-Liederzyklen ›Die schöne Müllerin‹ und ›Die Winterreise‹ erinnert wird, unternimmt zwei Wochen vor seinem Tod, im September 1827, eine Reise durch Baden-Württemberg. Sein Reisetagebuch zeugt von seinem regen Interesse am damaligen gesellschaftlichen und künstlerischen Leben und seinen engen Beziehungen zu den Dichtern der schwäbischen Romantik wie Ludwig Uhland, Justinus Kerner, Gustav Schwab und Wilhelm Hauff. Minutiös dokumentiert er die Begegnungen mit Schriftstellern und Künstlern und schildert in poetischer Weise die Landschaft des Neckartals zwischen Stuttgart und Esslingen. Ein Besuch in Weinsberg bei Justinus Kerner und der ›Seherin von Prevorst‹ bildet den Abschluss der Reise.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12734
Stuttgart Walser
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1996 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146576
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Von 1895 bis 1896 lebten Robert Walser (1878–1956) und sein Bruder Karl (1877–1943) in Stuttgart. Es war der erste Ausflug der beiden Schweizer aus Biel in die weite Welt. Der 18-jährige Karl Walser war in Stuttgart bei einem Stubenmaler (Dekorationsmaler) in der Lehre, sein 17-jähriger Lieblingsbruder Robert bekam eine Anstellung als Kontorist bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft. Die kurze Stuttgarter Episode hat einige Spuren in Robert Walsers Werk hinterlassen, etwa in ›Die Talentprobe‹ (1907), der Erzählung ›Wenzel‹ (1909) und dem Prosastück ›Die Brüder‹ (1916), in dem er seinen Bruder auch direkt anspricht: »Darf ich dich, o du Guter, leise und gewiß ganz zaghaft an die Zeit erinnern, wo wir beide, du als beginnender schaffender Maler und ich als heimlich beginnender angehender Poet, uns ... zu S. ... aufhielten?«
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12742
Meißenheim Goethe
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1997 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146584
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Zu den bezauberndsten Frauengestalten, die Goethe geschildert hat, gehört seine Jugendliebe Friederike Brion aus Sesenheim im Elsaß. 1770 machte er als Straßburger Student ihre Bekanntschaft und fand unter dem Eindruck seiner Gefühle für sie zu einem neuen lyrischen Ton, der Gedichte wie »Willkommen und Abschied«, »Maifest« oder »Heidenröslein« auszeichnet. Viele Jahre später setzte er der Pfarrerstochter, die er nach einer kurzen Liebesepisode 1771 wieder verlassen hatte, in ›Dichtung und Wahrheit‹ ein literarisches Denkmal. Die poetische Fiktion überlagert von nun an ihre tatsächliche Existenz, von der nur wenig bekannt ist, außer dass sie von Entbehrungen und Enttäuschungen gezeichnet gewesen sein muss.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12744
Fellbach
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1997 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146606
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Vom 11. September bis 16. November 1873 wohnte der 69-jährige Eduard Mörike mit seiner Schwester Clara und seiner jüngeren Tochter Marie in Fellbach, »in einem hübschen, ganz am äußersten Ende des Dorfes gegen Canstatt zu, zwischen Gärten und offenen Feldern gelegenen Hause«. Eine Lebenskrise und der Zufall hatten Mörike hierhin geführt. Die Trennung von seiner Frau Margarethe, die in der ehemals gemeinsamen Wohnung in Stuttgart blieb, machte die Suche nach einem neuen Domizil erforderlich. Etwa zur gleichen Zeit erfuhr Mörikes Schwester vom Anwesen des verstorbenen Pfarrers Breyer, eines entfernten Verwandten der Familie Mörike, das nun als »schwer veräußerliches Eigentum der Erben« zur Vermietung frei stand. Nur zwei herbstliche Monate verbrachten sie in Fellbach, bevor die einsetzende Kälte sie wieder vertrieb. Aber auch diese kurze Zeit hat ihre Spuren in Mörikes Briefen hinterlassen.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12745
Tübingen
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1998 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146800
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen und einer Beilage, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Philipp Joseph Rehfues (1779–1843) war erster und langjähriger Kurator der neugegründeten Universität Bonn. Solche Aufgaben waren dem in Tübingen geborenen Sohn des dortigen Bürgermeisters nicht vorherbestimmt gewesen, denn am liebsten hätte er als Schriftsteller in Italien gelebt. Diesen Plan konnte er jedoch zeitlebens nicht verwirklichen. Zwar unternahm er zahlreiche längere Reisen dorthin, schlug dann aber eine erfolgreiche Beamtenkarriere in Deutschland ein. Als er als preußischer Beamter nach Rom wollte, vielleicht als Gesandter, wurde ihm nur Reiseurlaub bewilligt. Er musste zurück nach Bonn, erkrankte, und um sich zu heilen, schrieb er stattdessen einen großen historischen Roman über Italien, ›Scipio Cicala‹, der 1832 anonym erschien und den er Walter Scott widmete, dem Vater dieses Genres.
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12749
Bruchsal Rastatt
Marbach am Neckar. Eigenverlag Deutsche Schillergesellschaft.
1998 1. Auflage. Erstausgabe. ISBN 3929146827
Eine Veröffentlichung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg. 16 Seiten mit Abbildungen, geheftete Broschur mit Schutzumschlag, sehr schön erhalten. 24,5 x 16,5 cm
Klappentext: Otto von Corvin (1812–1886), der als preußischer Offizier diente, hatte 1835 seinen Abschied genommen, um als Schriftsteller und Publizist zu leben. Als Georg Herwegh im Frühjahr 1848 in Paris seine Deutsche Demokratische Legion bildete, um an der Seite Friedrich Heckers für Freiheit in Baden zu kämpfen, schloss Corvin sich begeistert an. Er musste für kurze Zeit in die Schweiz fliehen, kehrte aber schon im Jahr1849 ins Badische zurück, um als Chef des Generalstabs der Volkswehr Rastatt zu verteidigen – vergeblich: Er wurde zum Tode verurteilt und später zu sechs Jahren Haft im Zuchthaus Bruchsal begnadigt. Nach der Entlassung ging er nach Amerika. Und wieder war es das Militärische, das ihn dort einnahm: Als Sonderkorrespondent der Londoner ›Times‹ berichtete er aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg. In seinem Hauptwerk ›Erinnerungen aus meinem Leben‹ (1880) schildert er seine abenteuerliche Biografie
Sprache: Deutsch
Bestellnummer: 12751