Wirth, Herman:
Die Ura Linda Chronik. Text-Ausgabe, übersetzt von Herman Wirth.
Koehler & Amelang Verlag
Erscheinungsjahr: 1933, Leipzig
- 1. Auflage
128 S., 16x23 cm, Leinen gebunbden mit Original-Schutzumschlag. Der Schutzumschlag ist an den Kanten etwas rissig, das Papier leicht gebräunt und teils altersfleckig., aber gut erhalten. Rostspuren auf Vorsatz, im hinteren Enbanddeckel ist eine 8-seitige Werbebroschüre des Verlags eingeklebt: "Die Deutsche Vorzeit", in der die Monatszeitschrift "Germanien" vorgestellt wird und ein Inhaltsverzeichnis des 1. Jahrhangs abgedruckt ist.
Mitgeliefert wird der "Wikipedia"-Artikel über die Ura-Linda-Chronik (2 S.) und ein 38-seitiger Artikel von Gerd Simon (Universität Tübingen): "Chronologie zur Ura-Linda-Chronik", in dem die Geschichte der Chronik und ihrer Entlarvung als Fälschung umfassend dargestellt wird.
Um 1860 als Familienchronik in Holland aufgetaucht, 1872 erstmals übersetzt und gedruckt, wurde die "Ura-Linda-Chronik" von Philologen und Historikern schon bald als Fälschung betrachtet. Dennoch wurde sie von völkisch-nationalen Autoren weiter als echt propagiert und propagandistisch instrumentalisiert. Besonders Herman Wirth (* 6. Mai 1885 in Utrecht; † 16. Februar 1981 in Kusel) verteidigte ihre Echtheit und brachte 1933 die vorliegende Übersetzung heraus, die dann von Himmlers "Ahnenerbe" quasi als Bibel verehrt wurde. Nach 1945 schwand das Interesse an der Chronik, erst 2004 konnte der Historiker Jensma Goffe deren Fälschung endgültig wissenschaftlich bestätigen.
Sprache: Deutsch
Stichworte: Mythologie
Katalog: Kulturgeschichte
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