Voltaire (Francois-Marie Arouet): La Pucelle d Orléans, poëme Heroi-Comique, en Dix-Huit chants.

Geneve ohne Drucker und Verlag 1777
228 S., 7x13 cm, alter Halbleder-Einband der Zeit mit Rundum-Rotschnitt, mit Titelkupfer, Einband bestoßen, geringem Wurmfraß im Vorsatz, ansonsten ordentlich erhalten,
Anonym erschienene unautorisierte Ausgabe mit 18 (von 22) Gesängen. Satirisch-frivoles Versepos von Voltaire, seit 1735 in handschriftlichen Versionen und unautorisierten Drucken meist unvollständig verbreitet. Erst 1762 hat es Voltaire mit 21 Gesängen autorisiert, aber anonym drucken lassen. Vom Vatikan am 20. Januar 1767 auf den Index gesetzt. Später fügte Voltaire noch einen 22. und als Variante einen 23. Gesang hinzu (siehe Best.Nr. 633, Ausgabe Genf 1780). In diesem episodenhaften Versepos wird die Helden- und Heiligenfigur der Jungfrau von Orleans dazu benutzt, in zahlreichen sehr freizügigen Episoden die heruntergekommene Saxualmoral Frankreichs zu geisseln. Gleichzeitig ist La Pucelle Volatires scharfer aufklärerischer Angriff auf die Wunder- und Jungfräulichkeitskulte im katholischen Frankreich. Gerade die Jeanne d´Arc-Figur, die Voltaire in seinen historischen und kritischen Werken durchaus würdigte, sah er als geeignat an, gegen Geilheit und Lüsternheit, aber auch gegen Dummheit und Aberglaube zu Felde zu ziehen. Das derb-groteske Werk nutzt dabei den Kontrast zwischen legendärer Nationalikone und lächerlich-komischen Abenteuern, um den Impuls kritischer Aufklärung zu vermitteln.
Sprache: Französisch
Katalog: Bücher 18. Jahrhundert
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